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Adriana Lecouvreur mit Angela Gheorghiu bei der Staatsoper in Wien
[ Autor Adrian Trasca ]
 In der letzten Jahreshaelfte hatte Angela Gheorghiu mehrere Zusammenarbeiten mit der Staatsoper in Wien, aber, aus objektiven Gruenden, haben wir leider frustrierend, sowohl die "Tosca" aus September 2013, als auch die "Boema" aus Dezember desselben Jahres, verpasst. Februar und Maerz 2014, war Angela Gheorghiu in Wien mit 6 Auffuehrungenen der Oper "Adriana Lecouvreur" von Francesco Cilea komponiert anwesend und, obwohl diese Oper sich nicht unter meinen Lieblingsopern zaehlt, bin ich von Bukarest nach Wien gefahren, um die rumaenische grosse Soprane zu sehen und zu hoeren, aber auch um zum ersten Mal bei der beruehmten Oper in Wien dabei zu sein. Es war aber nicht meine erste Anwesenheit bei einer Auffuehrung in der oesterreichischen Hauptstadt, ich hatte einmal eine "Traviata" 2012 in Wien gesehen, aber bei der anderen Oper, die “kleinere Schwester" die Volksoper.
Ueber die Staatsoper werde ich nicht auf Internet leicht zu findende Daten schreiben, mit Ausnahme eines einzigen Details: Ioan Hollender, Rumaener aus Temeswar hier gewesener Direktor fuer mehr als 18 Jahren, die laengste Direktoratzeit aus der Geschichte der Staatsoper in Wien!
Als persoenlichen Eindrueck, bemerkte ich, dass die Tueren der Loegen mit denen von der Skala in Milano aehnelten, sie sind also klein und mit einem leicht “gedraengten" Aussehen - was im Inneren noch gepraegter aussah, als ich zwei Personen zum Stehen bringen musste, um an meinem Sitz zu kommen, genau wie dort, gab es kleine Bildschirme “am Sitz", damit eine Uebersetzung in mehreren Sprachen verfuegbar war (Deutsch und Englisch). Das Innere umfasst 5 Stoecke, drei fuer Loegen und zwei fuer Sitzreihen, und beim Erdgeschoss hinten gibt es einen Platz wie bei der Volksoper, wo man auch stehen kann, wobei man hier die billigsten Karten kaufen kann. Es gibt keinen Kronleuchter, stattdessen ist aber ein groooosser Kristallekreis.
Die Oper an und fuer sich, "Adriana Lecouvreur", hatte ich beim Fernsehen vor ein paar Jahren in einer Sendung in Temeswar gesehen, und betreffend ihr Wert habe ich mir keine Illusionen gemacht, denn ich unterschaetze sie viel in Vergleich mit Angela Gheorghiu. Uebrigens wurde die Oper hier zum ersten Mal auf der Buehne der Staatsoper in Wien montiert und es wundert mich nicht, dass sie bis jetzt nicht montiert wurde, sondern warum es erst jetzt passiert ist. Das ist meine Meinung, als unavisierter Zusachauer.
Das Dekor war klassisch, nicht zu beladen, mit leichten inovativen Ideen. Zum Beispiel war das Haus aus dem ersten Akt nur aus Balken zusammengestellt, auf Holzstruktur, und im zweiten Akt war nur die Fassade fertiggestellt, wobei die seitlichen Teile in einerm “Arbeitsstadium" waren. Mitten der Szene, vorne, stand eine Bueste von Moliere. Die Kostueme waren epochengemaess. Verschiedene Personen spielten ihre Rollen, waren aber ein Gemisch von leichten Arien und Worte, nichts zu merken.
Noch warte ich auf sie... Aus der Oper sollte ich spaeter die Phrase "Here comes the Godess at last! " ("Endlich, kommt das Leben! ") herausnehmen. Ja, so war es. Nach einer Wartezeit, die ich laenger als in Wiklichkeit gespuert habe, erscheint endlich Angela. Weisses Kleid, lange Ohrringe, ein Schmuckstueck wie ein Schal auf dem Kopf und auf der Stirn. Erstens spricht sie etwas, dann singt sie! Ein Zauber setzt sich ueber dem ganzen Saal der Wiener Oper!
Der erste Beifall. Leider war es aus meinem Standpunkt die erste besondere Arie aus der Oper. Angela wird auch spaeter hervorragend interpretieren und gesungen haben, aber man kann bei der Formel 1 nicht mit einem gewoehnlichen Auto teilnehmen. Man kann daraus Maximum schaffen, so wie Angela mit dieser Oper gemacht hat, aber es bliebt noch immer ein “gewoehnliches Auto".
Die Dekors wurden in den naechsten Akten viel geaendert. Die Fassade des Hauses aus dem zweiten Akt war rosa, mit vier Saeulen. Diese waren teilweise fertig, teilweise nur begonnen, oben in einer dreieckigen Form, aehnlich mit der von dem Rumaenischen Athenee. An der Spitze dieses Dreieckes waren Engel aufgestellt.
Am Ende, beim Beifall, hat ein Zuschauer die Rumenische Flagge gezeigt. :-) Angela hat sie gesehen und hat sich wie ein Kind gefreut und ihren Kollegen gezeigt "Es ist meine Flagge! Es ist meine Flagge! " :-)
Diese Szene hatte schon einemal bei der Bayerischen Staatsoper in Munchen 2012, und bei Teatro alla Scala di Milano auch in 2012 stattgefunden. Die Freude Angela auf der Buehne zu sehen, genau wie die Zufriedenheit Angela Gheorghiu eine Freude zu bereiten, war un-schaetz-bar! ;-)
Distribution:
Angela Gheorghiu - Adriana Lecouvreur
Elena Zhidkova - La Principessa di Bouillon
Massimo Giordano - Maurizio, Conte di Sassonia
Roberto Frontali - Michonnet
Evelino Pidò - Dirigent
David McVicar - Regie |
Aktuelle Note: 9 (von 1 Noten vergeben) - Um eine Bewertung abzug!
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